Musikalischer Hochgenuss: Die Salzburger Mozartwoche 2024 - séduction Magazin Österreich
KULTUR

Musikalischer Hochgenuss: Die Salzburger Mozartwoche 2024

Von Tamara Draisbach 20. Jänner 2024
Credit: Unsplash
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Das malerische Salzburg, international bekannt als Geburtsort des musikalischen Wunderkindes Wolfgang Amadeus Mozart, wird im Januar 2024 wieder zum Schauplatz eines einzigartigen musikalischen Spektakels – der Mozartwoche. Anlässlich des 268. Geburtstags des berühmten Komponisten bietet das Festival eine universelle Reise durch die Werke Mozarts. In diesem Jahr gewährt sie zudem faszinierende Einblicke in die Beziehung zwischen Mozart und Antonio Salieri, einem Zeitgenossen und Rivalen des Musikers. Das Programm verspricht nicht nur musikalische Brillanz, sondern auch eine Vielfalt an künstlerischen Darbietungen, von Opernaufführungen bis Schauspiel. Wir stellen Ihnen die Highlights vor.

Eröffnungskonzert

24.01

Zur Einstimmung auf die Woche spielt das Mozarteumorchester im Großen Saal der Stiftung Mozarteum „Mozart & Salieri“ mit Mozarts „Sinfonie Es-Dur KV 16″ oder Antonio Salieris „Sinfonia Il giorno onomastico“. Dirigiert wird das Orchester von Robert González-Monjas, Rolando Villazón übernimmt die Rolle des Tenors und Moderators.

La clemenza di tito

25.01, 28.01 und 02.02

An gleich drei Programmtagen wird in der Felsenreitschule die Oper „La clemenza di Tito“ aufgeführt, wobei die Inszenierung am 25.01 auch Premiere feiert. Dieses Werk, entstanden anlässlich der Krönung Kaiser Leopolds II. zum König von Böhmen, zeugt von einer interessanten historischen Verknüpfung. Ursprünglich war die Kompositionsaufgabe für die Oper einem berühmten Meister anvertraut worden, jedoch lehnte Antonio Salieri das Angebot ab. Erst nach dieser Ablehnung erhielt der junge Mozart den Auftrag, und „La clemenza di Tito“ wurde schließlich seine letzte Oper.

Amadeus — das Schauspiel

26.01, 28.01 und 03.02

Am 26. Januar findet im Salzburger Landestheater die Premiere von „Amadeus – das Schauspiel“ statt. Dieses Theaterstück in zwei Akten, das in Zusammenarbeit zwischen der Mozartwoche und dem Salzburger Landestheater entstanden ist, präsentiert ein zeitgenössisches Mozartbild. Das Stück basiert auf Peter Shaffers Theaterwerk, das vor 40 Jahren das Mozartbild revolutionierte. Dabei wird Mozart nicht nur als musikalisches Genie präsentiert, sondern auch entmystifiziert und als Pop-Star seiner Zeit gefeiert. Die gemeinsame Neuproduktion verspricht eine innovative Darstellung von Mozarts Leben und Werk. Inszeniert hat sie Andreas Gergen. Besetzt ist sie unter anderem mit Aaron Röll als Wolfgang Amadeus Mozart und Sona MacDonald als Antonio Salieri.

Cappella Andrea Barca: Mozart Klavierkonzerte

27.01, 28.01

An zwei Programmtagen wird die Cappella Andrea Barca unter der Leitung von Sir András Schiff im Großen Saal der Stiftung Mozarteum auftreten. Das Programm verspricht eine beeindruckende Darbietung von Mozart Klavierkonzerten, „Klavierkonzert A-Dur KV 488″, „Sinfonie g-Moll KV 550″ sowie „Klavierkonzert B-Dur KV 595″.

Mozart und Salieri — die Oper

31.01, 03.02, 04.02

Am Samstag, dem 27. Januar 2024, Mozarts 268. Geburtstag, erlebt das Salzburger Marionettentheater die Opernpremiere von „Mozart & Salieri“. Diese Oper in einem Akt hat Nikolai Rimski-Korsakow basierend auf einem Dramolett von Alexander Puschkin komponiert. Unter der Regie und Ausstattung von Matthias Bundschuh und dirigiert von Kai Röhrig, verspricht die Aufführung eine faszinierende Interpretation der Beziehung zwischen Mozart und Salieri. Die Solisten, das Vokalensemble und das Kammerorchester bestehen aus Studierenden der Universität Mozarteum Salzburg sowie dem Ensemble des Salzburger Marionettentheaters. Salieri, der vom Gedanken gequält wird, Mozarts Genie unterlegen zu sein, sieht in der Erzählung als einzigen Ausweg, seinen Kontrahenten zu vergiften.

Wiener Philharmoniker: Mozart und Schubert | Mozart und Beethoven

27.01 | 31.01

Am 27.01 werden die Wiener Philharmoniker im Großen Festspielhaus „Mozart & Schubert“ präsentieren. Die Dirigentin Joana Mallwitz wird gemeinsam mit dem Pianisten Igor Levit die Bühne betreten. Das Programm verspricht eine eindrucksvolle Aufführung von zwei Meisterwerken der klassischen Musik: Franz Schuberts „Große C-Dur-Sinfonie“ und Mozarts „Jenamy“-Konzert, KV 271.

Am 31. Januar wird das Große Festspielhaus erneut Schauplatz eines Konzerts der Wiener Philharmoniker, unter der Leitung von Dirigent Lahav Shani. Diesmal gesellen sich Geigerin Anne-Sophie Mutter und Bratschist Michael Barenboim zu dem renommierten Orchester. Das Programm umfasst Werke zweier Giganten der Musikgeschichte, Mozarts „Sinfonia concertante“ für Violine, Viola und Orchester „Es-Dur, KV 364″ und Beethovens „Sinfonie Nr. 5 c-Moll, op. 67 (Schicksalssinfonie)“.

Amadeus — der Film

27.01, 29.01 und 31.01

Das Mozarthaus Salzburg zeigt den Film „Amadeus“ von Regisseur Miloš Forman. Dieses Filmdrama, basierend auf dem Theaterstück von Peter Shaffer, hat im Jahr 1984 acht Oscars gewonnen. Eine besondere musikalische Einleitung dazu präsentieren die Musiker des Orquesta Iberacademy Medellín.

Camerata Salzburg: Mozart und Salieri

28.01

Die Camerata Salzburg spielt unter der Leitung des Dirigenten und Oboisten François Leleux, begleitet von dem herausragenden Flötisten Emmanuel Pahud. Das vielseitige Programm verspricht eine inspirierende Darbietung von Werken der zwei bedeutenden Komponisten, etwa Mozarts „Ouvertüre aus Die Zauberflöte, KV 620″ oder Salieris „Konzert für Flöte, Oboe und Orchester in C-Dur“.

Weiteres

Zusätzlich zu zahlreichen Konzerten und Aufführungen während der Mozartwoche 2024 können Besucher sich etwa auf Künstlertalks und Vorträge freuen. Bei einer Führung im Mozart-Wohnhaus haben sie außerdem die Gelegenheit, Einsicht in die Originalhandschriften des Genies und seiner Familie zu gewinnen. Am 04.02 endet die Veranstaltung mit einem Abschlusskonzert des Mozarteumorchester Salzburg im Großen Saal der Stiftung Mozarteum.

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